Was wissen wir über Migration und Kriminalität?

Auf fünf Sprachen durften Ausbilder und Helfer gemeinsam einen Erste-Hilfe-Lehrgang bestreiten - mit Erfolg! © DRK KV Zwickauer Land e. V., Wasserwacht Koberbachtalsperre

Der Kriminologe Christian Walburg stellte im Auftrag des Mediendienstes Migration auch in 2016 wieder die Frage: Sind Migranten und Flüchtlinge „krimineller“ als die Mehrheitsbevölkerung? Dabei kam er zu dem Schluss, dass es keinen einfachen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität gibt. Die offiziellen Kriminalstatistiken lassen nur in geringem Maße darauf schließen, wie hoch der Anteil der „kriminellen“ Flüchtlinge ist, so eine der Erkenntnisse. Zudem unterscheiden die Gruppierungen der Statistiken lediglich zwischen „Staatsangehöriger“ und „Ausländer“. Den Zahlen der Kriminalstatistiken ist auch zu entnehmen, dass der Anteil der Straftaten weniger stark angestiegen ist als der Anteil der Asylantragssteller. Die Lösung des Gesamtproblems liegt für den Kriminologen in der Schaffung von mehr Integrationsmöglichkeiten. Zugang zu Arbeit und Bildung seien zentrale Aspekte, die darüber entscheiden, wie gut ein Migrant in Deutschland Fuß fassen kann.

Download

Das Gutachten „Migration und Kriminalität – aktuelle kriminalstatistische Befunde – Ein Gutachten im Auftrag des Mediendienstes Integration“ von Dr. Christian Walburg (Institut für Kriminalwissenschaften, Universität Münster) Juli 2016 ist hier downloadbar:
https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Gutachten_Walburg_Kriminalitaet_Migration.pdf

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