DIHK: Immer mehr Flüchtlinge machen eine Berufsausbildung

Die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland eine Berufsausbildung machen, hat sich verdoppelt.

Ende 2017 absolvierten 9.306 Menschen aus den wichtigsten Herkunftsländern eine Berufsausbildung. Das waren mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, als 3.904 Geflüchtete eine Ausbildung machten. Das geht aus einer Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Der Großteil der Flüchtlinge in Ausbildung kam demnach aus Afghanistan (3.474), Syrien (2.659), dem Irak (805) und Eritrea (708). Die Zahl der Syrer, die eine Ausbildung in Deutschland machen, habe sich sogar innerhalb eines Jahres verdreifacht.

Auch für das kommende Jahr erwartet die DIHK einen neuerlichen Anstieg der Zahlen.

Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, forderte mehr Unterstützung vonseiten der Politik für die Ausbildung der Flüchtlinge „Junge Geflüchtete brauchen oft eine intensivere Förderung“, sagte Dercks. Die Sprachkenntnisse reichten häufig nicht aus, um dem Berufsschulunterricht zu folgen. Flüchtlinge und deutsche Jugendliche sollten mit Abschluss des Ausbildungsvertrags die Möglichkeit auf berufsvorbereitende Kurse und finanzielle Förderung haben, forderte Dercks. Zudem sollten die Flüchtlinge in Ausbildung unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus die Garantie bekommen, ihre Lehre beenden und danach zwei Jahre in Deutschland arbeiten zu können.

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