Bayern: Qualifikationsangebote sollen Jobperspektiven für Flüchtlinge schaffen

Losgelöst vom Streit um „Obergrenzen“ entwickeln die Eckert-Schulen, Bayerns größter privater Weiterbildungscampus, neue Modelle, die dazu beitragen sollen, Zuwanderern die Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft im Freistaat zu verschaffen. Das begrüßte jüngst auch Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller bei einem Besuch der Eckert-Schulen in Regenstauf bei Regensburg. Sie kündigte dabei an, die Integration anerkannter Asylbewerber im Freistaat in den kommenden Monaten voranzutreiben. Denn Integration heiße insbesondere auch Integration in Ausbildung und Arbeit, sagte Müller.

Da fehlende Qualifikationen jedoch vielfach eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt behindert, schaffen die Eckert-Schulen Bildungsangebote, die Migranten zum einen ermöglichen sollen, ihren eigenen Unterhalt zu sichern, zum anderen aber auch schnell Anschluss an das hiesige Gesellschafts- und Wertesystem zu bekommen. Mit diesem Ziel werden nicht nur Alphabetisierungs- und Sprachkurse angeboten, sondern zum Beispiel ebenfalls Projekte wie das im niederbayerischen Kelheim: Dabei sollen Geflüchtete unter anderem aus Syrien in fünf Monaten fit für einen Job in Bayern gemacht werden, etwa in der Kfz-Branche.

In einer anderen Initiative des Bildungsanbieters – ebenfalls in Kelheim – werden anerkannte Flüchtlinge in zwei Monaten für eine Helfertätigkeit in der Gastronomie qualifiziert. Dies ist eine der Branchen, in der besonders viele Betriebe offene Stellen nicht besetzen können. Dabei soll den Teilnehmern über diesen Einstieg mittelfristig auch die Chance auf eine abgeschlossene Berufsausbildung im Hotel- und Gastgewerbe als Restaurantfachmann oder Koch eröffnet werden, wie der stellvertretende Eckert-Vorstandschef, Gottfried Steger, erläutert. Nach seinen Worten schwebt den Eckert-Schulen für die Zukunft auch ein Integrationsprojekt mit zertifizierten Qualifizierungsbausteinen in Kooperation mit heimischen Unternehmen vor. Das Interesse in den Betrieben an solchen neuen Modellen sei hoch, sagte Steger.

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